Sobald ein Brustimplantat eingesetzt ist, bildet sich fibröses Narbengewebe um es herum, wodurch eine Gewebekapsel entsteht. Der Körper bildet eine solche Schutzkapsel um jeden Gegenstand, den er als fremd erkennt. Die Gewebekapsel ist normalerweise weich oder leicht fest, nicht spürbar und hilft, das Implantat an Ort und Stelle zu halten. Bei manchen Frauen bildet sich eine Gewebekapsel, die ungewöhnlich hart und dicht ist. Die Kapsel zieht sich um das Implantat herum und drückt es zusammen. Dieser Zustand, der als Kapselkontraktur bezeichnet wird, kann chronische Schmerzen und Verzerrungen der Brustform verursachen und dazu führen, dass sich die Brust höher auf dem Brustkorb erhebt.
Wenn Sie in der Vergangenheit zu irgendeinem Zeitpunkt eine Strahlentherapie hatten – und insbesondere, wenn Sie sie nach Ihrer ersten Brustrekonstruktionsoperation hatten – kann dies Ihr Risiko, eine Kapselkontraktur zu entwickeln, erheblich erhöhen. Aber insgesamt sind die Gründe, warum einige Personen eine Kapselkontraktur entwickeln, während andere dies nicht tun, nicht gut erforscht.
Zu den anderen Faktoren, die das Risiko einer Kapselkontraktur erhöhen können, gehören der Bruch eines Implantats, ein Hämatom (eine Ansammlung von Blut, wo Gewebe während der Operation entfernt wurde), die Entwicklung eines mikrobiellen Biofilms (subklinische Infektion) auf einem Implantat und eine genetische Veranlagung zur Narbenbildung.
Anzeichen einer Kapselfibrose, wie z. B. zunehmende Straffheit in der Brust, können bereits einige Monate nach Ihrer Implantat Rekonstruktionsoperation oder Jahre später auftreten. Sie sollten eine korrigierende Operation für eine Kapselkontraktur in Betracht ziehen, wenn sie chronische Schmerzen, eingeschränkte Bewegungsfreiheit und/oder Veränderungen der Position und Form der Brust verursacht.
Korrektive Operationsmöglichkeiten bei Kapselfibrose
Ob bei einer Kapselfibrose ein Austausch des Brustimplantats, eine vollständige Entfernung oder eine andere operative Korrektur notwendig ist, sollte immer individuell mit einem erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie besprochen werden. Entscheidend sind dabei unter anderem der Schweregrad der Kapselfibrose, mögliche Schmerzen, sichtbare Formveränderungen der Brust, die Lage des Implantats sowie die persönlichen Wünsche der Patientin.
Während in manchen Fällen ein Implantatwechsel mit Entfernung der verhärteten Kapsel sinnvoll sein kann, kommt bei anderen Patientinnen auch eine vollständige Entfernung der Implantate infrage. Eine sorgfältige Untersuchung und ausführliche Beratung helfen dabei, die medizinisch und ästhetisch passende Lösung zu finden.
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