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Feigwarzen, Feuchtwarzen, Condylomata acuminata

Definiton

Condylomata acuminata (auch genannt: spitze Condylome, Feigwarzen, Feuchtwarzen, Viruswarzen vom Schleimhauttyp) hierbei handelt es sich um eine Viruserkrankung die zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen gehört.

Feigwarzen werden durch das humane Papillomvirus HPV 6 und HPV 11 (HPV 16 und HPV 18) ausgelöst.

Die Krankheitserreger werden am häufigsten durch Kontaktinfektion beim Geschlechtsverkehr sowie beim Oralverkehr übertragen, in sehr seltenen Fällen kommen aber auch andere Ansteckungswege in Frage. Bis 2% der sexuell aktiven Bevölkerung sind mit den sichtbaren Feigwarzen infiziert und somit auch Überträger.

Zwischen der Infektion und dem Auftreten von Feigwarzen kann eine Wochen bis vielen Monaten liegen. Bei bis 15% der Personen liegt eine nicht sichtbare Ansteckung ohne Feigwarzen vor, allerdings können solche Perso-nen auch Viren übertragen. Welche Gründe können ein Auftreten fördern:

  • geschwächtes Abwehrsystem, Stress
  • Feuchtigkeit
  • Entzündungen und Hautverletzungen.

Die Viren bilden bei in der Genitalregion oder am After kleine Warzen, die sich vereinigen und zur Beetbildung neigen können. Diese Warzenformen machen sich durch Juckreiz, Brennen oder auch Schmerzen bemerkbar. Gelegentlich entstehen sehr große blumenkohlartige Hautveränderungen, welche als Condylomata gigantea bezeichnet werden. Diese können unbehandelt auch aufbrechen und stark bluten.
Condylomata acuminata sind nicht tödlich, jedoch erhöhen sie das Krebsrisiko und haben einen negativen Einfluss auf die (sexuelle) Lebensqualität. Bis 30% der Fälle heilen Warzen von selbst wieder ab.

Einen sicheren Schutz gibt es nicht. Jedoch mindert die stringente Verwendung von Kondomen vermutlich das Übertragungsrisiko.

Seit 2006 gibt es eine Impfung

Mit der Impfung ist eine echte Prophylaxe zu erreichen! Mit der Impfung ist es jetzt möglich geworden, junge Frauen generell vor einer Infektion zu schützen und damit auch vor dem Einbau von Viruserbinformation in den Gebärmutterhals. Damit ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch das Entstehen von Gebärmutterhalskrebs zu verhindern.

Wer sollte geimpft werden?

Es wird empfohlen Mädchen im Alter zwischen 9 und 15 Jahren zu impfen. Darüber hinaus kann es auch für Jungen im gleichen Alter (Vermeidung der Übertragung) und Frauen zwischen 16 bis 26 Jahren sinnvoll sein.

Welche Impfstoffe gibt es?

Der erste Impfstoff "Gardasil" von der Firma Sanofi Pasteur MSD ist seit Oktober 2006 zugelassen und verfügbar. Er wirkt gegen die Virus-Typen HPV 16 und 18 und gegen die Genitalwarzen verusachende Typen 6 und 11.
Ein zweiter Impfstoff "Cervarix" von der Firma GlaxoSmithKline befindet sich in der Zulassung. Dieser Impfstoff ist gegen HPV 16 und HPV 18 wirksam.

Therapie

Allgemein:

  • Behandlung der Grundleiden: Gonorrhoe, Pilzerkrankungen, Phimosen, Immundefekte
  • Ausschluss von Darmerkrankungen wie Hämorrhoiden, chronische Darmerkrankungen, Partner muß auch untersucht werden

Äußere Anwendung:

  • Kleine Feigwarzen:
    • Podophyllin-Lösungen (1 mal/ Woche beim Arzt) Erfolg: 20-80%
    • Podophyllin-Präparate zur Selbstmedikation (sind schwächer)
    • Podophyllotoxin als Creme (Wartec-Creme) als Lösung (Conylox-Lsg.)
    • Imiquimod (Aldara 5%) 3 mal/Woche über 10 Stunden für 12 Wochen
  • Bei hartnäckigen Feigwarzen:
    • Imiquimod (Aldara 5%) 1 mal / Woche (Arztkontrolle wichtig)
    • 5-Fluorouracil (Efudix) ist hierfür nicht zu gelassen (nur beim Arzt!!!!)

Operative Therapie

  • Kleine Feigwarzen:
    • Kürettage in Lokalanästhesie (Abtragung mit einem Rundskalpell)
    • Elektrokoagulation / Elektrokauterisation
    • Kryochirurgie: Warzenentfernung durch Kryotherapie (Vereisung). Hier wird mit flüssigem Stickstoff oder anderen Vereisungssprays versucht, die Warzen zu entfernen.
    • Lasertherapie
  • Große Feigwarzen
    • Kürettage mit anschließender Elektrokoagulation mit Kugelsonde (hierbei muss die Haut der Umgebung mit behandelt werden, denn in der Regel sind die Hautschuppen der Umgebung mit befallen) Immer Kontrolle: intravaginal, intraanal um nichts zu übersehen
    • Ausgedehnte Fälle
    • Kombination aller Techniken notwendig
    • Stärkung der Immunabwehr zur Bekämpfung der warzenverursachenden Viren mit Medikamenten wie z.B. Interferon

Alle genannten Behandlungsmethoden können aufgrund der exponierten Position der betroffenen Körperstellen mit mehr oder weniger schmerzhaften Irritationen einhergehen. Zudem ist die Therapie häufig langwierig und erfordert ein hohes Maß an Disziplin von den Patienten.

Vorbeugung

  • Gebrauch von Kondomen (die aber auch keinen 100%igen Schutz bieten können),
  • Impfung.

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