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Dr. med. Darius Alamouti und Team
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Erstellt am: 25.06.2015
Zuletzt geändert am: 06.02.2024

Laut Gesetz darf keine Art von Kosmetika durch die Oberhaut dringen, denn dieses dürfen nur Medikamente (Achtung: laut Werbung soll die Wirkung tiefer reichend sein. Das stimmt folglich nicht). Das heißt alle Kosmetika haben nur eine Wirkung auf die Oberhaut und maximal eine indirekte Wirkung auf die problematische Lederhaut. Ebenso dringen teuere Produkte wie z.B. mit Kollagenzusätzen überhaupt nicht durch die Oberhaut, weil sie zu groß für die Hautschuppenzwischenräume sind. Schade, dass sie dafür Geld ausgeben.

Für die Korrektur der Faltenbildung stehen, je nach Lokalisation, verschiedene Methoden zur Verfügung. Im Bereich der Hautfalten kommt es zu einer Ausdünnung der Lederhaut, sodass eine Verbesserung nur durch Unterspritzung, Abschleifung oder Straffung erreichbar ist.

biologisches Material - Unterfütterung
der Falten mit Eigengewebe
InjektionsortLangzeitwirkung
Eigenblut-Gel mit Vitamin CIntradermal, subkutan, intramuskulär3-6 Monate; 10% bleibt permanent
eigenes, aufgearbeitetes Kollagenintradermal3-6 Monate
eigene, aufgearbeitete Dermisintradermal, subkutanpermanent
eigene, aufgearbeitete FibroblastenIntradermal, subkutanpermanent
eigene Lederhauttransplantationintradermal, subkutan1 – 2 Jahre
EigenfettSubkutan, intramuskulär3 Monate bis Jahre
Unterfütterung mit Fremdgewebe" Kollagenintradermal3-6 Monate
GelatineIntradermal, subkutan3-6 Monate
Hyaluronsäureintradermal>6 Monate
Milchsäureintradermal>1 Jahr
fremdes menschliches Kollagen intradermal1Jahre
Hyaluronsäure + DextranIntradermal, subkutan>2Jahre
künstliches Material" PMMA + Kollagensubkutanpermanent
Silikonsubkutanpermanent
Gore-Texsubkutanpermanent
Goldfädensubkutanpermanent

Für die Korrektur der Faltenbildung stehen, je nach Lokalisation, verschiedene Methoden zur Verfügung. Im Bereich der Hautfalten kommt es zu einer Ausdünnung der Lederhaut, sodass eine Verbesserung nur durch Unterspritzung, Abschleifung oder Straffung erreichbar ist. Im Folgenden werden verschiedene mögliche Verfahren aufgelistet: Eigenblut-Gel, Eigenfett, "Implantation von Dermisfettstreifen", Kollagen, Artecoll und Hyaluronsäure.
Welches Verfahren davon in Frage kommt, muss von Fall zu Fall entschieden werden, wobei neben der Lokalisation auch die Hautsituation und die Tiefe der Falten ausschlaggebend ist. Natürlich auch für die Vergrößerung der Lippen kommen diese Verfahren zur Anwendung

Feine und tiefere Fältchen und Falten, sowie Narben, v.a. im Gesichtsbereich. Speziell bei: einzeln stehenden oder vielen weichen, eingesunkenen Narben, z.B. Aknenarben, nach einer Verletzung, Operation oder nach Kinderinfektionskrankheiten wie Windpocken. Untergang von Hautgewebe, z.B. nach Kortisonunterspritzungen. Falten und Furchen aufgrund des Alterungsprozesses der Haut, z.B. Zornes-, Nasenlippenfalten.

Zunächst sollte eine Testung der Verträglichkeit an der Unterarminnenseite und Beobachtung der Testreaktion über 4 Wochen durchgeführt werden. Nach Angaben der Literatur reagieren 1-2% der Menschen allergisch. Ist die Testreaktion negativ, wird die therapeutische Applikation streng intrakutan in die tiefen Bereiche der Lederhaut durchgeführt. Eine anfängliche Überkorrektur bildet sich wieder zurück. Wie lange die Korrektur anhält, ist individuell unterschiedlich, in der Regel muss die Behandlung nach mehreren Monaten wiederholt werden.

Insgesamt selten; Rötung am ersten Tag, allergische Reaktionen; vorübergehende, Schwellungen und Verhärtungen des Gewebes noch Monate nach Applikation möglich (häufig nach Sonnenbestrahlung, Alkoholgenuss), Hautgewebsuntergang falls der Patient eine zu schlechte Durchblutung hat (Raucher) und zusätzlich zuviel und zu oberflächlich gespritzt wurde.

Der Behandlungserfolg hält meistens zwischen vier Wochen bis zwölf Monaten an. Die Haltbarkeit hängt von der Größe und den Durchmesser des Implantates sowie von der Lokalisation ab. Denn unter ständig bewegten Gesichtfalten ist die Auflösung sehr viel schneller als in der kaum bewegten Bauchhaut (falls eine Narbe kaschiert werden soll). Wegen der Gefahr einer Allergie auf Kollagen-Produkte oder das Betäubungsmittel muss unbedingt der behandelnde Arzt einen Hauttest vor der Therapie durchführen. Bei unklaren Reaktionen sollte ein zweiter Test folgen, bevor die eigentliche Defektfühlung durchgeführt wird.

Kontraindikationen: Autoimmunerkrankungen

Der Behandlungserfolg ist verglichen mit Kollagen von längerer Dauer

  • eine Haut-Vortestung muss durchgeführt werden
  • eine Blutentnahme ist unabdingbar
  • Rötung, Schwellung und Juckreiz kann folgen
  • durch diese Nachteile ist Fibrel in den USA noch nicht populär geworden

Präparat aus fremden, menschlichen Kollagen (AlloDermâ)(Cymetraâ)(Fascianâ).
Diese Kollagenmatrix wird aus fremder menschlicher kollagenhaltiger Lederhaut (Dermis) produziert. Sie ist in Streifen erhältlich und eignet sich für große Hautdefekte, große Falten und zum Lippenaufbau. Für kleine Falten ist sie nicht zu gebrauchen. Obwohl das Material von fremden menschlichen Bestandteilen kommt, ist noch nie von einer Übertragung von Infektionen berichtet worden. AlloDerm ist bereits erhältlich, jedoch sehr teuer und verhält sich genauso wie die bekannten Implantationen von Lederhautfett-Streifen. Cymetra ist die flüssige Variante von AlloDerm. Fascian wird aus der kollagenbindegewebige Skelettmuskelhülle hergestellt, welche noch mehr Kollagen besitzt. Durch sehr dicke Kanülen kann es unter die Haut gespritzt werden. Diese Eingriffe sind bis her in Deutschland nicht sehr bekannt.

Es ist keine Testung vor der Korrekturbehandlung notwendig und für die Lagerung ist Raumtemperatur ausreichend.

Oberflächliche narbige Zustände und altersbedingte Falten. Kombination mit anderen Injektionsmaterialien ist möglich (Sandwichtechnik).

Ohne eine Überkorrektur wird mit einer feinen Nadel punktuelle sowie lineare (Tunneltechnik) das Füllmaterial eingebracht. Durch nachträgliche Massage kann die Flüssigkeit verteilt werden.

Hält länger (speziell Restylaneâ bis zu einem Jahr) als Kollagen-Implantate, aber kürzer als künstliche Füllmaterialien wie z.B. Artecollâ (permanent).

Kaum bekannt außer Rötung für ein paar Wochen. Dieses Produkt favorisiere ich, wenn ich biologische Materialien nutze.

Individuelle Probleme wie Falten und andere "Konturdefekte" erfordern individuelle Lösungen. Es gibt kein einziges Produkt, das für alle Fälle gleich gut geeignet ist und allen Wünschen in gleichem Maße entgegenkommt. Um die Behandlungsmöglichkeiten weiter zu differenzieren, gibt es ein weiteres Produkt zur einfachen und sicheren Faltenbehandlung Reviderm Intraâ besteht aus zwei Komponenten:
Mikroperlen aus Dextran (Durchmesser ca. 60 Mikron) befinden sich in einer hyaluronsäurehaltigen Trägerlösung. Da die dafür verwendete Hyaluronsäure nicht- tierischen Ursprungs ist, wird keine Vortestung benötigt! Die Dextran- Mikroperlen werden schon seit langem in der Behandlung von chronischen Wunden eingesetzt, es ist bekannt, dass sie die Bildung von Granulationsgewebe anregen. Genauso, wie bei allen bisherigen Füllmaterialien, wird nach der Injektion die Bildung von neuem Bindegewebe gefördert und somit der Faltenbildung entgegengewirkt.
Das Ergebnis soll länger anhalten als mit Kollagen oder reiner Hyaluronsäure, es ist jedoch nicht permanent. Man kann mit einer Haltbarkeit von etwa 2-3 Jahren rechnen. Es eignet sich auch für die kombinierte Anwendung mit Hyaluronsäure oder Kollagen zur Erzielung eines perfekten Ergebnisses.

  • Korrektur von Falten aller Art
  • Als Volumengeber
  • Narben
  • Hohlwangen
  • Lippenvergrößerung
  • Kinnakzentuierung
  • Wangenknochenakzentuierung
  • Eingesunkene Areale unter den Augen
  • Modellierung nach Gewebeverlust

Im Durchschnitt sind zwei Behandlungen notwendig. Abhängig von der Tiefe der zu behandelnden Zone kann eine Sitzung ausreichen, oder es können bis zu drei Behandlungen im Abstand von 2 bis 4 Wochen notwendig werden. Sie können jedoch sofort nach der Injektion das Resultat sehen. Die Intensität der Reaktionen (Schwellung, Bluterguss, Rötung) variiert je nach der behandelten Zone. Sie sind in jedem Fall harmlos und von kurzer Dauer und können sofort mit Make up überdeckt werden. Das injizierte Volumen bewirkt eine sofortige Auffüllung der Falten. In einer zweiten Phase kommt es, wie alle Füllmaterialien durch die Neubildung von Kollagenfasern zu einem natürlichen und weichen Aufbau des Bindegewebes und damit zu einem Ausgleich von Falten und Konturdefekten. Die Bildung einer faserigen Lederhaut, hervorgerufen durch das Implantat (Neokollagenose) ist verantwortlich für die Auffüllung. Diese Neokollagenose (natürliche Umstrukturierung des Gewebes) bleibt trotz der Resorption der Polymilchsäure-Mikropartikel erhalten. Seine Wirksamkeit bei der Auffüllung erstreckt sich über mehrere Monate. Die Nebenwirkungen sind wie bei allen biologischen Implantaten; Opens internal link in current windowsiehe Kollagen.

  • Ringe unter den Augen , denn sie lassen einen sehr müde wirken
  • Zornesfalten, weil man so böse wirkt
  • große Lippen, man sieht gesund aus und verstärkt den Sex-Appeal

Tipp: Die optimale Injektionsmenge für die Ausformung kann vom Arzt bereits vor der OP herausgefunden werden. Hierzu unterspritzt der Operateur die zu verändernde Partie einfach mit Kochsalz, bis die entstehende Ausformung der Vorstellung des Patienten entspricht. Die eingespritzte Menge Kochsalz wird für die spätere Fettinjektion festgehalten. Das Kochsalz wird innerhalb weniger Stunden wieder abgebaut. So kann der Patient vor dem eigentlichen Eingriff die Veränderung selber bestimmen und hilft, die exakt benötigte Injektionsmenge festzulegen.

Wichtig nach der OP: In den ersten drei Tagen sind die behandelten Bereiche zur Abschwellung mit kalten Kompressen zu kühlen.

  • Anschwellung ein bis zwei Wochen postoperativ, welche in manchen Fällen bis zu 2 Monaten anhalten kann
  • Infektionen können auftreten, als auch sichtbare Unregelmäßigkeiten/Knoten
  • Blutergüsse sind selten
  • Wandern der Fettimplantate kann bei starker Mimik erfolgen (selten)
  • Nerven-/Gefäßverletzungen kommen heute fast nicht vor, weil nur noch stumpfe Kanülen benutzt werden
  • Falls zu große Fettvolumen implantiert wurden, können sich Ölzysten bilden.

Ausgehend von der Erfahrung, dass Eigengewebe immer dem Fremdmaterial vorgezogen wird, auch wenn es nicht für immer hält, wurde ein neues Instrument entwickelt. Hiermit kann der Arzt schnell Bindegewebe von einer Spendestelle, wie dem Rücken (die Haut ist dort sehr dick und hat somit viel Bindegewebe) in eine Empfängerstelle, wie den Gesichtsfalten implantieren.

  • Lokale Betäubung an der Spenderstelle (Rücken, Gesäß oder Pofalte)
  • Entnahme einer Bindegewebsrolle mit Hilfe einer speziellen Kanüle
  • Implantation des neugewonnenen Bindegewebes im Empfängerbezirk (Gesichtsfalte)

Je Implantat werden nur 2 kleine Fäden benötigt, welche 2 Tagen später entfernt und durch ein durchsichtiges Pflaster ersetzt werden Zeitaufwand: 30 Minuten Prognose: hält länger als Kollagen und Hyaluronsäure und manche Kollegen meinen, dass es auch länger als Eigenfett hält.

  • Die Einstichstelle wird ein paar Tage sichtbar sein
  • In Bereichen mit starker Gesichtshautbewegung wird es schneller abgebaut
  • Unregelmäßigkeiten
  • Stirnfalten
  • Falten um den Mund
  • Nasenlippenfalten (von der Nase zum Mund)
  • horizontale Kinnfalten
  • Halsfalten

Es ermöglicht den Aufbau von als zu schmal empfundenen Lippen

  • dünner altersgeschwächter Haut
  • Krähenfüßen
  • tiefe, spitze Aknenarben
  • Allergie

Mit einer dünnen Fertigspritze wird das Produkt in die Lederhaut platziert; bei zu oberflächlicher Injektion kommt es zur permanenten Überkorrektur, lividen Verfärbung und Knötchenbildung. Bei zu tiefer Injektion von zu großen Mengen kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

Optimal: Mikro-Droplet-Technik, kleinsten Mengen werden in den unteren Anteil der Lederhaut im Abstand von 1-2 mm unter die Falte injiziert. Andere Autoren schlagen eine Tunnelförmige-Technik (beim Herausziehen der Nadel wird das Material implantiert) unter der Lederhaut vor. Korrekturen sollten erst nach 8 Wochen durchgeführt werden.
Da die mimische Muskulatur sehr rasch wieder eine Knoten- und Würstchenbildung des Implantates verursacht, ist eine möglichst strikte Ruhigstellung mit einem durchsichtigen Pflaster empfehlenswert.

Der Kunststoff Polydimethylmetacrylat (PMMA), aus dem die Kügelchen bestehen, wird in der Medizin seit langem für die verschiedensten Implantate verwendet und hat sich als sehr gut gewebeverträglich erwiesen. Das im Gel enthaltene Kollagen ist von hoher Reinheit. Da Artecoll Kollagen enthält, muss, wie bei allen anderen Materialien aus Rind- Kollagen ein Hautest mindestens 4 Wochen vor der Behandlung durchgeführt werden. Testregion ist die Unterarminnenseite. Sollte nach der ersten Behandlung eine weitere Unterspritzung erwünscht werden, kann diese nach dem Abschluss der Gewebeneubildung (nach etwa 2 -6 Monaten) durchgeführt werden.

  • weiße Hautzeichnung über der Implantationsstelle
  • länger anhaltende Schwellung
  • möglicherweise lebenslange gummiartige Stränge unter den Falten zu tasten
  • tastbare Unebenheiten bei Patienten mit starker Mimik
  • allergische Reaktionen (welche nur behoben werden können, wenn das ganze Material wieder herausgeschnitten wird)

Der bleibende Effekt durch permanente Gewebevermehrung wird von einigen Autoren als Vorteil angesehen; sehr viele Behandler stehen den Dauerimplantaten in Form von Acryl-Perlen jedoch ablehnend gegenüber. Ich lehne diese Produkte ab.

  • Naso-Labial-Falten
  • so genannte "Sorgenfalten"
  • Lippenvergrößerung und Konturierung
  • Volumenauffüllung der Lippen bei Faltenbildung
  • Auffüllung der Wangen und des Kinns
  • Narbenkorrektur

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