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Bromhidrosis (Bromhidrose)

Die Bromhidrosis (auch Bromhidrose genannt) ist eine Sonderform der Hyperhidrosis, bei der vermehrt übel riechender Schweiß im Bereich der Leistenregion, der Achseln und Füße abgesondert wird. Der übel riechende Schweiß ist hierbei nicht auf mangelnde Körperpflege zurückzuführen, sondern entsteht durch die vermehrte Produktion von

  1. ekkrinem Schweiß, der die Hornschicht der Haut permanent feucht hält und somit die Entstehung von Bakterien begünstigt. Während des Abbaues von Kreatin in der Hornhaut bilden sich Fettsäuren und Amine, welche den Schweiß übel riechen lassen.
  2. apokrinem Schweiß, der aus den Duftschweißdrüsen austritt und ebenfalls durch Bakterien in Fettsäuren und Amine umgewandelt wird, was für den übel riechenden Schweiß verantwortlich ist. Die apokrinen Duftdrüsen werden von Nervenfasern mit dem Hormon Adrenalin versorgt. Daher ist bei Stress eine verstärkte Schweißproduktion zu bemerken.

Je nach Zusammensetzung des Schweißes kann es zu einem säuerlichen, ranzigen oder muffigen Geruch kommen, welcher den Betroffenen häufig belastet und oft Ursache von psychischen Problemen ist. Trotz intensiver täglicher Körperpflege bleibt die Angst des "übel riechens", was von Anderen oft als mangelnde Hygiene aufgefasst wird. In Extremfällen kann es zu Geruchswahnvorstellungen kommen.

Zur Behandlung von Bromhidrosis ist eine Verbindung von hygienischen Maßnahmen mit einer lokalen Anitsepsis von 70%igem Alkohol. Der hochprozentige Alkohol reduziert die für den Geruch verantwortlichen Bakterien und sorgt somit zu einer verminderten Bildung des riechenden Schweißes.

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© Dr. med. Darius Alamouti
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