FAQ - häufig gestellte Fragen und Antworten
Fragen zur Behandlung von Krampfadern
Welche Nebenwirkungen können durch eine Verödungsbehandlung von Krampfadern auftreten?
- Wenn bei der Einspritzung Teile des Verödungsmittels neben das Blutgefäß gelangen, kann es zu örtlichen Entzündungen und, sehr selten, auch einmal zu einer Geschwürbildung kommen(< 0,4%).
- Ein gewisses Spannungsgefühl in der ersten Nacht im Verödungsbereich ist dagegen normal.
- Allergische Reaktionen durch das Verödungsmittel und Klebeverbände sind sehr selten (<0,5%).
- Oberflächliche Venenentzündungen können gelegentlich auftreten. Oft genügt es dann das geronnene Blut durch einen Einstich zu entleeren (4-6%).
- In einem Teil der Fälle kommt es zu bleibenden, leicht bräunlichen Hautverfärbungen (Pigmentierung) im Bereich der verödeten Krampfadern(<1%).
- Extrem selten kann es zu einer tiefen Beinvenenthrombose kommen(<0,1%).
- Noch seltener kann es, nur durch eine versehentliche Einspritzung in eine Schlagader, zum teilweise schwerwiegenden Gewebsuntergang kommen. Um weitere Risiken bei der Durchführung des Eingriffs möglichst auszuschalten, bitten wir Sie die noch nicht erwähnten Erkrankungen Ihrem Arzt mitzuteilen.
Welche Komplikationen können auftreten?
Trotz größter Sorgfalt kann es vereinzelt zu Komplikationen kommen.
Zu nennen sind:
- Hautveränderungen wie bleibende Verhärtungen oder auch dunkelbräunliche Verfärbungen
- Entzündungen und Bildung von Blutgerinnseln in oberflächlichen Venen; in diesem Fall kann ein Einstich und das Ausdrücken des Gerinnsels erforderlich werden
Sehr selten sind:
- Eiterungen an der Einstichstelle, Entstehung von Geschwüren oder Absterben von Gewebe. wenn das Verödungsmittel in das benachbarte Gewebe gelangt; in diesem Fall können weitergehende Behandlungsmaßnahmen erforderlich werden. Die Wundheilung ist dann verzögert, in der Folge kann eine störende und berührungsempfindliche Narbe entstehen.
- Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) im tiefen Venensystem mit der eventuellen Gefahr einer Lungenembolie.
- Überempfindlichkeitsreaktionen auf das Verödungsmittel oder auf Pflaster, die sich als Brech-, Nies- und Juckreiz, Hautausschlag oder ähnliche leichte Reaktionen äußern.
- Schwere allergische Reaktionen, wie z.B. ein Kreislaufkollaps bis hin zum Schock, die eine stationäre Behandlung erfordern und schwere bleibende Schäden hinterlassen können, sind äußerst selten.
- Dauerhafte Schwellungen des Beines
Worauf ist zu achten?
Sie sind nach dem Eingriff voll belastbar und können Ihrer normalen Tätigkeit nachgehen. Es ist für eine erfolgreiche Behandlung förderlich, wenn Sie sich viel bewegen und möglichst wenig sitzen oder stehen. Wenn eine Veranlagung dazu besteht, können sich nach dem Eingriff wieder neue Krampfadern bilden. Um vorzubeugen und somit das Ergebnis der Behandlung zu verbessern, sind Sie aktiv gefordert.
Wir empfehlen
- viel Bewegung (Radfahren, Spazierengehen, Schwimmen)
- keine einengenden Kleidungsstücke an den Beinen
- Tragen von Stütz- und Kompressionsstrümpfen
- keine Wärme in Form von Wechselbädern, Sauna, etc.
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